Frauenarzt-Praxis Berlin Mitte

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  Dr. med. Achim Passloer

  • Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
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  Isabell Kruse

  • Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Psychosomatik
  • Mamma-Sonografie
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Ausfluss und Vaginalinfektionen

 

sind häufige Beschwerden, über die viele Frauen zu klagen haben. Jede fünfte Frau, die wegen Unterbauchbeschwerden die Arztpraxis aufsucht, leidet an einer Infektion. Doch nicht hinter jedem Ausfluss steckt auch eine Entzündung.

 

So haben junge Frauen in der Pubertät vermehrten Ausfluss (Fluor albus), der auf die veränderte hormonelle Situation zurück zu führen ist. Auch unter anderen neuen hormonellen Bedingungen (Pilleneinnahme, Schwangerschaft) kann sich der Ausfluss verändern. Das ist ganz natürlich und normal.

 

Die Scheidenhaut wird von einer Vielzahl von Mikroorganismen besiedelt. Unter dem Einfluss von Milchsäurebakterien (Lactobakterien) wird ein saures Milieu in der Vagina erzeugt , das bei einem pH-Wert von etwa 4,5 vor sogenannten "aufsteigenden" Infektionen der Gebärmutter oder den Eierstöcken schützt. Die Lactobakterien sind üblicherweise in ausreichend hoher Zahl vorhanden und halten die anderen Mikroorganismen im Zaum.

 

Wenn die Milchsäurebakterien an der Säureproduktion gehemmt werden oder das saure Milieu sich aus anderem Grund ändert, gerät die Symbiose der Zellen in eine Imbalance. Wenn dann auch noch Krankheitszeichen hinzu kommen, sprechen wir von einer Infektion.

 

Im Grunde genommen gibt es zwei Infektionsquellen, die Selbstinfektion durch Keime, die die Scheide bereits besiedelt haben, und die Ansteckung z.B. beim Geschlechtsverkehr oder anderen Ansteckungsorten. Auch wenn einige Genitalkeime sexuell übertragen werden können, sollte man solche Infektionen nicht als moderne Geschlechtskrankheiten bezeichnen. Denn auch ohne sexuellen Kontakt kann man sich damit anstecken.

 

 

Wie kann man sich schützen?

 

Bei anhaltendem Ausfluss und insbesondere weiteren Beschwerden sollte frau die Frauenarztpraxis aufsuchen. Dort wird der Fluor mikroskopisch untersucht, gegebenenfalls werden Zellkulturen angelegt oder weitere serologische Untersuchungen durchgeführt. Ziel ist es, eine möglichst effektive Therapie der Beschwerden zu finden. Dennoch gibt es Möglichkeiten, einer Vaginalinfektion vorzubeugen:

 

Pilze mögen Süßes. Wer zu Pilzinfektionen neigt, sollte auf auf zuviel Süßigkeiten verzichten. Pilze lieben feuchtwarmes Milieu. Vermeiden Sie deshalb Wäsche aus synthetischem Material oder Slip-Einlagen mit Wäscheschutz aus Plastikfolie.

 

Benutzen Sie für den Intimbereich pH-neutrale Seifen. Ihre Hände sind übrigens sauberer als ein Waschlappen voller Keime.

Pilze und andere Keime "wandern" vom Darm aus in die Scheide. Deshalb sollte frau sich nach dem Gang zur Toilette stets nur von vorne nach hinten abputzen.

 

Wechselnde Partnerschaften und einige sexuelle Praktiken begünstigen vaginale Infektionen. Kondome schützen.

 

Wenn Sie eine Infektion haben, sollten Sie eher Vorlagen als Tampons benutzen.

 

Unterstützen Sie bei Veranlagung zu Vaginalinfektionen Ihre Milchsäurebakterien durch geeignete Scheidenzäpfchen aus der Apotheke (Milchsäure-Präparate). Bei Aversion gegen Chemie tut’s auch ein Tampon mit Naturyoghurt.

 

Nutzen Sie auch in der Ernährung keimhemmende Substanzen von Pflanzen (Zwiebeln, Knoblauch, Preiselbeersaft).

Haben Sie eine vaginale Infektion, sprechen Sie darüber mit dem Partner, damit auch er sich gegebenenfalls behandeln kann und Sie nicht wieder ansteckt.

 

In mit Ozon desinfiziertem oder gechlortem Wasser öffentlicher Bäder kann man sich nicht infizieren, auch nicht in der Hitze einer Sauna oder eines Dampfbades. Im warmen unbehandelten Wasser eines Whirlpools dagegen wachsen Keime hervorragend, ebenso auf Holz- oder Kunststoffbänken im Schwimmbad, auf denen Sie mit nasser Kleidung nicht sitzen sollten.

 

Gehen Sie lieber einmal zuviel in die Frauenarztpraxis. Verschleppte Infektionen können Sterilität zur Folge haben.

 

 

 

 

 

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