Organdiagnostik -
"Feinultraschall"
Der
Ausdruck "Feinultraschall" ist irreführend. Er meint die gezielte
sonografische "Feindiagnostik" zur Erkennung organischer Fehlanlagen.
Die Untersuchung sollte in
der 20. bis 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. 50% der
Fehlbildungen können bereits beim Ersttrimester-Screening erkannt werden.
Weitere Fehlbildungen, insbesondere des Gehirns, des Herzens und der
Nieren können dann in der 20. Schwangerschaftswoche weitgehend
ausgeschlossen werden.
Zudem
können bei dieser Untersuchung verschiedene Hinweiszeichen (Soft-Marker) für
eine Trisomie gefunden werden, die, wenn sie nicht vorhanden sind, noch
einmal das Risiko für die Geburt eines Kindes mit einer Trisomie
verringern.
Außerdem kann durch eine
spezielle Blutfluss-Messung (Doppler-Untersuchung) das Risiko für eine
spätere Erkrankung in der Schwangerschaft oder für eine
Wachstumsverzögerung des Kindes eingeschätzt werden.